Autosuggestive Rhetorik

Die Kunst der Selbstüberzeugung

„Um die Vorstellungskraft zu lenken ist nur Zweierlei nötig: Erstens muss man wissen, dass so etwas möglich ist, und zweitens muss man das Mittel kennen, mit dem man es zuwege bringt.“

Émile Coué

1. Vorwort

Nach aktuellem Stand der Wissenschaft existieren vielfältige Möglichkeiten, die eigene Persönlichkeit ohne therapeutische Hilfe nachhaltig zu verändern. Eine für die Rhetorik besonders interessante Methode, die eigene geistige Haltung bewusst zu formen, ist die monologische Autosuggestion.

Seit einiger Zeit sind das neuro-linguistische Programmieren (kurz NLP) und die Methode der Autosuggestion in aller Munde: Es gibt NLP-Coaches für Verkäufer, NLP-Kurse für Selbstständige, NLP-Lehrbücher für Alleinerziehende und NLP-Podcasts für Businessleute. In den unterschiedlichsten Bereichen tauchen die drei magischen Buchstaben auf, die an sich nur eine Technik beschreiben, wie wir selbst erlernte Verhaltens- und Denkweisen durch gezielte Interventionen verändern bzw. umprogrammieren können. Die sprachliche Autosuggestion kann als Teil des NLP betrachtet werden und bezeichnet konkret die verbale Selbstbeeinflussung.

Rhetorik und NLP

Ganz ähnlich wie bei der Rhetorik fällt auch im Zusammenhang mit NLP und Autosuggestion häufig das Wort „Manipulation“, dessen negative Konnotation nicht von der Hand zu weisen ist. Doch was ist negativ daran, sich selbst durch rhetorische Mittel zu beeinflussen? Kann im Falle eines Selbstgesprächs überhaupt von Rhetorik oder gar Manipulation die Rede sein? Basierend auf den Regeln der klassisch Rhetorik, gehen wir davon aus, dass der rhetorische Fall immer dann eintritt „wenn ein Sprecher das Zertum (seine innere Gewissheit) gefunden hat, es zu seinem Anliegen macht, mit oratorischem Impetus hervortritt und ihm mit seinem Ego autem dico [= „ich aber sage“] aktiv Geltung verschaffen will“ (Knape, 2000). Damit fällt auch das gedankliche Selbstgespräch unter den Begriff <Persuasion>, weshalb sich diverse Möglichkeiten der Beeinflussung aus der klassischen Rhetorik in den Bereich der Autosuggestion übertragen lassen. Dass jeder Mensch im permanenten Dialog mit seiner inneren Stimme steht, ist längst kein Geheimnis mehr. Doch ist nur wenigen Menschen klar, wie sie diese inneren Gespräche optimal für sich nutzen können. Im folgenden Artikel erfahren Sie, wie Sie sich selbst durch rhetorisch brillante Suggestionsformeln beeinflussen und die eigene Leistungsfähigkeit und Lebensqualität langfristig merklich steigern können. Dabei bedienen wir uns Techniken des allgemeinen neuro-linguistischen Programmierens und der klassischen Autosuggestion nach Émile Coué.

Was ist NLP?

Neuro – von gr. νεῦρον (neuron) → Nerv. Unsere Wahrnehmungen werden von unseren fünf Sinnen gefiltert und anschließend durch unser Nervensystem gesteuert. Damit unterliegt jede Verhaltensweise ebenfalls der Steuerung neuronaler Prozesse.

Linguistisch – von lat. lingua → Zunge/Sprache. Menschliche Verhaltensmuster und die menschliche Kommunikation ist sprachlich kodiert. Eine Mehrfachkodierung kann vorliegen, wenn die rein sprachliche Äußerung durch beispielsweise körpersprachliche oder piktoriale Mittel ergänzt wird.

Programmieren – von altgr. πρόγραμμα prógramma → öffentlich und schriftlich bekannt gemachte Nachricht/Befehl. Unsere Denk- und Verhaltensweisen sind bereits auf gewisse Weise „programmiert“, können jedoch durch gezielte Veränderungen in konstruktives Denken und wünschenswertes Verhalten umgewandelt werden.

Entwickelt wurde NLP von Richard Bandler und John Grinder in den 1970 Jahren. Sie definierten NLP als Forschung im Bereich er Struktur subjektiver Erfahrung. Aufgrund fehlender wissenschaftlicher Bestätigung der Wirksamkeit, wird NLP auch heute noch vielfach als unwissenschaftliche Therapiemaßnahme abgetan. Jedoch basiert NLP als Methodensammlung auf diversen wissenschaftlichen Annahmen und Theorien: Die Theorie der sinnesspezifischen Repräsentationssysteme als Grundbausteine des subjektiven Erlebens und der Informationsverarbeitung nach William James, die Theorie der klassischen Konditionierung nach Pawlow, die Theorie der Transformationsgrammatik nach Chomsky, die sozial-kognitive Lerntheorie von Albert Bandura, die Theorie funktionalautonomer Persönlichkeitsanteile nach Perls, Satir und Erickson und die Theorie des Konstruktivismus als grundlegendes Weltbild, wonach jegliche Erkenntnisse und Zusammenhänge durch Menschen konstruiert wurden.

2. Die positive Basis

Wie beim klassischen NLP steht auch bei der neurolinguistischen Rhetorik die Umprogrammierung der eigenen Gedanken im Fokus. Dies kann durch verschiedene Strategien (sog. Formate) gelingen, wie beispielsweise Autosuggestion, Reframing und gezieltes Dissoziieren. Um im Gespräch mit sich selbst positive neuronale Veränderungen zu evozieren, orientieren wir uns zunächst als Basis an den Verhaltensgrundmustern von Bandler und Grinder. Hier die relevantesten „NLP-Vorannahmen“ für die neurolinguistische Rhetorik:

  • Der positive Wert eines Individuums bleibt unverändert, auch wenn die Angemessenheit eines bestimmten Verhaltens bezweifelt werden kann.
  • Der Mensch trägt bereits alle Fähigkeiten in irgendeiner Form in sich, die er für die Lösung seiner Probleme benötigt.
  • Die Wertigkeit und Bedeutung einer Konversation liegt allein in der Reaktion, die der Sprechende von seiner Umgebung erhält.
  • Es gibt keine kommunikativen Fehler oder Defizite. Jede Kritik ist als Feedback aufzunehmen.

Was bringt mir rhetorische Autosuggestion?

Sich selbst gedanklich positiv zu beeinflussen, kann in den unterschiedlichsten Lebensbereichen hilfreich sein. So beispielsweise im medizinischen Bereich (Dieses Medikament wird mir helfen. / Ich bin gesund und ich bleibe gesund.) oder im mentalen Bereich (Ich bin selbstbewusst / stark / motiviert / entspannt etc.).

Ferner kann die autosuggestive Rhetorik als Mittel angesehen werden, um den eigenen beruflichen Erfolg und entsprechend das eigene Kapital zu maximieren. Allerdings sind NLP-Coaches, die mit unmittelbaren Auswirkungen auf den Kontostand werben, mit Vorsicht zu genießen. Die autosuggestive Rhetorik kann bei langfristiger und korrekter Anwendung entsprechender Techniken wunderbar funktionieren, verspricht aber keinesfalls sofortige geldwerte Ergebnisse. Wenn überhaupt, dann auf dem Bankkonto des Coaches. 

3. Sprachliche Achtsamkeit

Sprache schafft Wirklichkeit. Diese Erkenntnis geht auf den französischen Apotheker und Suggestionsforscher Émile Coué zurück. Er entdeckte als erster Wissenschaftler die Wirkung des Placebo-Effekts, welcher sich insbesondere auf die Selbstheilungskräfte des menschlichen Körpers bezieht. Auch veröffentlichte er Schriften zur Selbstbeeinflussung in anderen Bereichen und stellte fest: Jede sprachliche Äußerung, sogar jeder Gedanke, strebt danach, Wirklichkeit zu werden, – die positiven wie die negativen. Deshalb sollten wir auch in Momenten gedanklicher Zerstreuung auf die Grundausrichtung und den „Ton“ unseres inneren Monologs achten.

Ziel einer autosuggestiven oder neuro-linguistischen Rhetorik ist immer die sprachlich basierte Verbesserung des eigenen Ist-Zustands. Damit hilft die neuro-linguistische Rhetorik (kurz: NLR) Menschen dabei, ihr Leben so zu führen, dass es ihren Vorstellungen entspricht, ausgehend von einer gesteigerten Achtsamkeit für sprachliche Mittel. Dass diese sprachlichen Mittel nicht zwangsläufig einer lautsprachlichen Äußerung bedürfen, um wirksam zu sein, ist hierbei der Knackpunkt: Die gedanklichen Gespräche mit uns selbst, prägen unser Befinden jeden einzelnen Tag deutlich stärker, als die Gespräche mit unseren Mitmenschen. Dabei ist es zweitrangig, ob ich mich gerade alleine auf einer einjährigen Weltreise befinde, oder mich ausgelaugt zur fünften Spätschicht in einer Woche schleppe: Wir können selten beeinflussen, wer an einem bestimmten Tag genau was zu uns sagen wird. Sehr wohl aber können wir beeinflussen, was wir selbst zu uns sagen und sogar in exakt welchem Augenblick. Mit dieser Erkenntnis von Bandler und Grinder stehen uns quasi unendlich viele Türen der Selbstbeeinflussung offen.

Schnittmengen von NLP und Rhetorik

Ursprünglich sollte NLP lediglich den Prozess mentaler Veränderungen beobachtend erforschen. Ganz nebenbei gelang es Bandler und Grinder damit, die Verhaltensmuster und Fähigkeiten von erfolgreichen Persönlichkeiten zu analysieren und zu extrahieren, und damit letztlich für jederman nachahmbar zu machen.

Somit basiert NLP ganz ähnlich wie die antike Rhetorik auf der Beobachtung von sprachlichen Handlungen und deren Wirkungsweisen, die sukzessive eine Verschriftlichung erfuhren. Was in der klassischen Rhetorik als imitatio  (lat. für Nachahmung) bezeichnet wird, nennen Bandler und Grinder eine „Modellierung“. Dieses Modellieren funktioniert in der Musik genauso wie beim Sport, in der Wirtschaft genauso wie in der Wissenschaft. Wir lernen von erfolgreichen Menschen, indem wir ihre Talente anerkennen, analysieren und uns auf das konzentrieren, was wir nachahmen können.

4. Rhetorisch wirkungsvolle Suggestionsformeln

Suggestionsformeln oder auch Affirmationsformeln bilden den Kern der autosuggestiven Rhetorik. Der Begriff <Affirmation> stammt von dem lateinischen Wort affirmatio ab und bedeutet so viel wie Versicherung, Beteuerung oder Bestätigung. Es geht bei der sprachlichen Selbstaffirmation via Suggestionsformel darum, sich in der eigenen Persönlichkeit zu bestärken, Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu gewinnen oder ganze Lebensbereiche gedanklich positiver wahrzunehmen. Doch welche Sprache spricht unser Gehirn beziehungsweise auf welche Formulierungen reagiert unser Unterbewusstsein?

Einige Psychotherapeuten empfehlen kurze, klare und unmissverständliche Formulierungsweisen, die die eigene Imaginationsfähigkeit anregen und damit emotionale Involviertheit begünstigen. Nach Coué gilt es allerdings möglichst distanziert ans Werk zu gehen, um keine emotional aufgeladene Gegenvorstellung zu evozieren. Welcher Weg hier für Sie persönlich der richtige ist, können Sie ganz einfach selbst herausfinden: Wenden Sie beispielhafte Suggestionsformeln an und beobachten Sie Ihre Gedanken. Kommen Sie an einen Punkt, an dem sich das eigentlich positive Bild ins Gegenteil verkehrt? Sehen Sie sich quasi selbst beim Sprechen zu? Formt sich vor Ihrem inneren Auge das Bild eines Menschen, der mit XY hadert und deshalb einen Satz vor sich hin murmelt? Dann eignet sich die klassische Coué-Variante vermutlich besser für Sie. Für beide Autosuggestions-Varianten gilt aber:

1. Das Unterbewusstsein versteht keine Negation.

Der Begriff <Negation> stammt vom lateinischen negare und bedeutet in diesem Zusammenhang ganz einfach <Verneinung>. Es gilt also die eigenen Suggestionsformeln unbedingt affirmativ (bestärkend) und positiv zu formulieren, zum Beispiel:

„Ich bin satt.“ anstatt „Ich habe keinen Hunger.“

„Ich habe Mut.“ anstatt „Ich habe keine Angst.“

2. Das Unterbewusstsein zweifelt gern.

Formulieren Sie Ihre Selbstaffirmation glaubhaft für sich selbst. Nur wenn Sie ihrem Unterbewusstsein reale Anknüpfungspunkte an bisher gemachte Erfahrungen bieten, kann eine Autosuggestion funktionieren. Wenn Sie beispielsweise noch nie eine Vorlesung gehalten haben, wird Ihr Gehirn sich diese Situation nicht vorstellen können. Sagen Sie sich deshalb:

„Ich bin gut, in dem was ich tue. Ich bin ein Experte auf meinem Gebiet.“ anstatt „Ich bin ein großartiger Redner, die Menge wird applaudieren.“

3. Das Unterbewusstsein lernt langsam.

Deshalb gilt: Steter Tropfen höhlt den Stein. Wir wiederholen ausgewählte Suggestionen regelmäßig, bestenfalls in passenden Situationen. Reines Aufsagen oder „Runterrattern“ der Glaubenssätze führt einigen Psychologen zu Folge zu einer Abstumpfung, nicht aber zum gewünschten Erfolg. Nach Coué ist allerdings genau dieses monotone Aufsagen der Schlüssel zum Erfolg beziehungsweise zum Unterbewusstsein. Daher gilt es die für Sie individuell passende Methode herauszufinden. Wenn Sie zur motivierenden Aussprache der Autosuggesitonen tendieren, können Sie die rhetorische Technik der Selbstaffektation nutzen: Dabei versetzen wir uns bewusst emotional in die Stimmung unserer gedanklichen Aussage und konzentrieren uns auf unsere körperliche Wahrnehmung.

Klassische Autosuggestion nach Émile Coué

Die wohl bekannteste Äußerung Coués bezieht sich auf die sogenannte Coué-Formel. Diese ist als einfache Alltagsübung für jedermann gedacht und soll lebenslang täglich morgens und abends praktiziert werden. Dabei gilt es folgenden Satz halblaut oder flüsternd rund 20 Mal zu wiederholen:

„Es geht mir von Tag zu Tag und in jeder Hinsicht immer besser und besser und besser.“

(Im Original: „Tous les jours à tous points de vue je vais de mieux en mieux!“)

Durch das halblaute Aufsagen kann die Aussage laut Coué durch den Gehörsinn im Unterbewusstsein verankert werden. Hierbei sei es hilfreich, besonders monoton und ohne jede Anstrengung zu sprechen. Um nicht aktiv mitzählen zu müssen, empfiehlt Coué eine Art Knotenschnur (ähnlich wie ein Rosenkranz) als Abzählhilfe zu verwenden. Diese Abkehr vom bewussten und willensstarken Sprechen verhindere das Entstehen möglicher negativer Gegenvorstellungen. Denn wer hier mit zu großer Anstrengung ans Werk gehe, der rufe sich gleichzeitig stets das Umkehrbild ins Unterbewusstsein, welches damit ebenfalls gefestigt wird.

Deshalb kann Autosuggestion nach Coué bei falscher Ausführung durchaus unerwünschte Nebenwirkungen hervorbringen.

Weitere beispielhafte Suggestionen

„Ich bin erfüllt von Wärme, Frieden und Harmonie.“

„Meine Handlungen, Gedanken und Gefühle sind erfüllt von Liebe und Harmonie.“

„Mein Körper und mein Geist sind stark und gesund.“

„Ich bin entspannt und gelassen. Ich trage alles in mir, was ich brauche, um diesen Tag zu meistern.“

5. Kritik am NLP-System

Die Anfänge des NLP sind bei näherem Betrachten weniger glamourös, als man zunächst annehmen mag. So waren die beiden Gründer Bandler und Grinder zwar durchaus als Wissenschaftler tätig, jedoch mit Kernfächern wie Mathematik und Anglizistik eher als fachfremd einzuordnen. Bei ihrer Stoffsammlung konzentrierten Sie sich auf die Arbeiten einzelner Therapieschulen, sowie einzelner derzeit prominenter Therapeuten in den USA. Dabei wurde anders als bei genuin wissenschaftlichen Forschungsarbeiten keine Kontrollgruppe hinzugezogen. So wäre doch die Arbeit von nicht-erfolgreichen Therapeuten im Vergleich besonders interessant gewesen, um die tatsächlich relevanten Faktoren identifizieren und analysieren zu können.

Seit der Initialzündung von Bandler und Grinder hat sich das System NLP in den vergangenen Jahrzehnten gewissermaßen verselbstständigt. Aufgrund fehlender Eingrenzung und der systeminternen Regel, dass ein Einfall auch als Erkenntnis zu werten ist, kann jeder beliebige Autor das System nach Herzenslust erweitern. Auf diese Weise entstand ein mittlerweile unüberschaubares Netz aus NLP-Formaten, Richtlinien, Programmen und Metaprogrammen, welche unzähligen selbsternannten oder sogar ausgebildeten „Coaches“ als Businessgrundlage dient (Vgl. Prof. Dr. Uwe Kanning).

6. Fazit

Verlassen wir einmal das dialogisch-kommunikative Umfeld, in welchem die Kunst der Rhetorik seit jeher angesiedelt ist, wird deutlich: Die Kunst der überzeugenden Rede funktioniert im Selbstgespräch ganz ähnlich wie im direkten Dialog mit einem realen Gegenüber. Abgesehen von der Coué-Methode, werden bei der autosuggestiven Rhetorik vergleichbare Mittel der Selbstaffizierung angewandt, wie in der klassischen Rhetorik nach Cicero und Quintilian: Wir versetzen uns emotional in eine Stimmung, die dem Persusasionsprozess also dem Überzeugungsvorgang angemessen und dem telos (dem rhetorischen Ziel) dienlich ist. 

Damit vereinen wir Oratorinstanz und Rezipientenrolle in einer Person, was für den Persuasionsprozess sowohl Chancen als auch Widerstände bietet: Unser Gesprächspartner ist unser eigenes Unterbewusstsein. Wir spüren wann es aufnahmefähig ist, wann es emotional und laut angesprochen werden möchte und wann es genügt nach Coué leise vor sich hin zu murmeln.

Wir wissen, dass das Unterbewusstsein Schwächen hat: Es versteht keine Negationen, zweifelt gern und lernt langsam. Entsprechend formulieren wir positive, glaubhafte, kurze Sätze, die auch in Low-Involvement-Phasen gut verständlich sind und so tatsächlich Eingang in unser Unterbewusstsein finden können. Auf diese Weise kann es gelingen, gänzlich ohne therapeutische Hilfe spürbare Veränderungen in den eigenen Gedanken, der eigenen emotionalen Ausrichtung oder gar der ganzen Persönlichkeit zu evozieren. 

Autorin

Carina D. Bukenberger

Medienrhetorik & Corporate Publishing

C.Bukenberger@LEONARTO.de

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