Suchmaschinenoptimierung

Fünf SEO-Denkfehler,

Fünf SEO-Denkfehler, die dich 2021 dein Ranking kosten können

die dich 2021 dein Ranking kosten können

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SEO ist eine Wissenschaft für sich: Die Anforderungen an gute SEO-Texte verändern sich permanent, sodass es hier besonders wichtig ist, immer am Ball zu bleiben, um im SERP-Ranking nicht von der Konkurrenz abgehängt zu werden.

Februar 16, 2021

SEO

Written by Carina D. Bukenberger

Rhetorik M.A.

Gute SEO-Texte schreiben: Wo fange ich an und wie höre ich auf?

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Wer sich als Hobbytexter:in schon mal an einer Unternehmens-Website, einem Corporate Blog oder einem Onlineshop versucht hat, weiß: Gute SEO-Texte zu schreiben, die tatsächlich Klicks und Traffic auf die Webseite bringen, ist gar nicht so einfach. Denn die optimale sprachliche Aufbereitung der Inhalte ist entscheidend für das SERP-Ranking (die Reihenfolge, in welcher die Ergebnisse angezeigt werden) und damit für die Sichtbarkeit der Webseite in den Suchergebnissen von Google, Bing, Yahoo und Co.

Doch selbst, wenn eine Webseite 2020 für bestimmte Keywords noch eine – sicherlich hart erkämpfte – Topposition innehatte, heißt das noch lange nicht, dass sie diese heute noch hat. So erwachen viele Unternehmen oft viel zu spät, wenn sich die SEO-Landschaft bereits weiterentwickelt hat und die eigene Seite längst aus den Topergebnissen geflogen ist. Damit dir das 2021 garantiert nicht passiert, haben wir im folgenden Artikel die fünf größten SEO-Mythen und Denkfehler zusammengefasst, die sich bis heute hartnäckig halten.

Bevor wir jedoch damit beginnen, uns Gedanken über SEO-Fehler zu machen, werfen wir zunächst nochmal einen kurzen Blick darauf, was überhaupt unser Ziel ist, wenn wir einen SEO-Text beziehungsweise einen suchmaschinenoptimierten Webtext verfassen. Also:

Was muss ein guter SEO-Text können?

  1. Er bietet informativen Mehrwert.
  2. Er spricht exakt deine Zielgruppe an.
  3. Er macht wichtige Kernaussagen auf einen Blick sichtbar.
  4. Er bringt Traffic auf deine Website.

1. SEO-Denkfehler:

„Der Text wird >auf< die Keywords optimiert!“

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Das Versprechen, einen Text „auf“ bestimmte Keywords zu optimieren, klingt, als könne man einen beliebigen, fertigen Text im Nachgang „auf“ eine bestimmte Wirkung hin trimmen. In der Praxis sieht es jedoch genau andersrum aus: Die Main-Keywords bilden die Basis für die ersten textstrategischen Überlegungen, noch bevor überhaupt das erste Wort zu Papier gebracht wird. Allein aus den Keywords, die letztendlich das Thema des Textes präzise in Worte fassen, entwächst das Konzept und letztendlich auch die Struktur der Webtexte. Auch lässt sich aus den Keywords – in Kombination mit den Ergebnissen einer detaillierten Zielgruppenanalyse – die Tonalität des Textes ableiten.

TIPP: Für SEO-Einsteiger:innen kann es sich durchaus lohnen, vor dem Schreiben eine Liste anzufertigen, die alle relevanten Main-, Nischen- und Longtail-Keywords beinhaltet, um daraus im ersten Schritt eine entsprechende Gliederung abzuleiten und in jeder weiteren Arbeitsphase die eigenen Texte damit abzugleichen und sie dahingehend zu überprüfen.

2. SEO-Denkfehler:

„Alle Keywords in die Headline und der Laden läuft!“

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Brandneue SEO-Tricks 2021 für SEO-Texte und Webtexte für mehr organischen Traffic, viele Klicks und Umsatzsteigerung durch Suchmaschinenoptimierung“ wäre zugegebenermaßen auch ein optionaler Titel für diesen Blogbeitrag gewesen: Er enthält viele schöne Suchbegriffe, verschiedene Keyword-Kombinationen, die häufig gesucht werden und lässt doch auch irgendwie erahnen, worum es hier geht. Nur liest er sich eben nicht so schön.

Und leider – nein, zum Glück! – ist es genau das, worauf auch die Google-AI heute Wert legt, wenn es darum geht, eine Website mit einem guten Ranking in den Suchergebnissen zu belohnen: Die Lesbarkeit. Es entscheidet nämlich unter anderem die sogenannte Time-on-Site beziehungsweise die Verweildauer der Nutzenden darüber, ob ein Webtext und damit die entsprechende Webseite von Google als relevant oder eher irrelevant eingeordnet wird. Entsprechend gilt es die Überschriften nicht mit Keywords vollzustopfen, sondern stattdessen einfach eine möglichst präzise Auskunft darüber zu geben, was die Lesenden deines Textes erwartet.

3. SEO-Denkfehler:

„Die Meta-Tags werden das schon regeln!“

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Eine andere, ehemals beliebte Technik basiert darauf, zwischen 50 und 100 Keywords in einen Meta-Tag einzufügen, um die Webseite für Suchmaschinen besser lesbar zu machen und damit verbesserte Rankings in den SERPs zu erreichen. Das funktionierte tatsächlich einige Zeit lang – bis Google im Februar 2011 das erste Panda Update durchführte. Nach wie vor hält sich diese Überzeugung allerdings in zahlreichen SEO-Agenturen, obwohl Google mittlerweile selbst bestätigte: Zwischen den in Meta-Tags gesetzten Keywords und dem letztendlichen Ranking einer Webseite besteht keinerlei Korrelation.

Stattdessen gilt es viel eher bereits bei der Auswahl der Keywords strategisch vorzugehen: Jedes einzelne Keyword muss sich harmonisch in den Gesamtkontext der Webseite einbetten und damit einen echten inhaltlichen Mehrwert für die Seitenbesucher:innen bieten.

4. SEO-Denkfehler:

„Hauptsache, die Keyword-Dichte stimmt!“

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Insbesondere in meiner Anfangszeit als SEO-Texterin wurde ich von meinen Kundinnen und Kunden häufig mit der Frage konfrontiert, wie hoch denn nun die Keyword-Dichte in ihren SEO-Texten sei. Zugegeben: Damals war auch Google noch im Wachstum inbegriffen, sodass diese Frage teilweise sogar durchaus noch relevant war. Doch heute, im Jahr 2021, ist Google längst in der Lage, relevante von irrelevanten Texten zu unterscheiden, ganz ohne dass dafür stumpf die Keyword-Density berechnet werden muss.

Stattdessen arbeiten Suchmaschinen wie Google und Co. heutzutage mit einer ausgefeilten künstlichen Intelligenz, die in der Lage ist, die Textqualität anhand des Inhalts zu bewerten. Und davon profitieren wir letztendlich alle. Denn die Keyword-Dichte kann bei einem kurzen Shoptext ganz zufällig sehr hoch sein, während ein Blogartikel mit 1500 Wörtern unter Umständen eine extrem niedrige Keyword-Dichte aufweist. Trotzdem können beide Texte auf Platz 1 in den Suchergebnissen ranken, solange der oder die Nutzende darin nur wirklich genau die Informationen findet, die er oder sie sucht.

5. SEO-Denkfehler:

„Auf die Länge kommt es an!“

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Wie bereits angedeutet, haben Zahlen im Bereich von SEO-Texten mittlerweile enorm an Bedeutung verloren – sicherlich zur Freude einiger Textschaffender. Doch nicht nur die Keyword-Dichte gilt heute als weitestgehend irrelevant, auch die Textlänge beziehungsweise die Wortanzahl an sich spielt längst nicht mehr die entscheidende Rolle, die ihr vor wenigen Jahren noch zugeschrieben wurde.

Heute können beide Aussagen in Teilen zutreffen:

  • Lange SEO-Texte mit 1000-1500 Wörtern pro Unterseite ranken am besten. Denn bei langen SEO-Texten ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass das Thema tatsächlich so ausführlich, intensiv und tiefgreifend behandelt wird, dass die Lesenden alle Informationen vorfinden, die sie zum entsprechenden Keyword suchen.
  • Kurze SEO-Texte mit 300-500 Wörtern sind völlig ausreichend, um gute Rankings zu erreichen. Denn kurze Webtexte können – sofern sie gut geschrieben sind – komplexe Informationen in wenige, prägnante Worte fassen und haben damit einen entscheidenden Vorteil gegenüber längeren SEO-Texten.

Entsprechend empfehlen wir im Allgemeinen, die Aufmerksamkeit beim Schreiben von SEO-Texten zunächst ungeteilt auf das Thema der Webseite beziehungsweise des Blogartikels zu richten und erst im Nachhinein zu entscheiden, wie viele Worte jedes Unterthema benötigt, welche Informationen möglicherweise die klare Message des Textes verwässern oder welche sogar gänzlich irrelevant sind und gestrichen werden sollten. Deshalb ist die Recherche im Vorfeld so wichtig, insbesondere wenn Websites komplett neu aufgesetzt werden: Allein der Inhalt und das angestrebte Ziel (Traffic, Conversions etc.) sollten die Struktur einer Webseite bestimmen. Nicht etwa gestalterische Elemente oder die Laune der Web Designer:innen.

Fazit

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Trotz all der Fallstricke, die uns die SEO-Landschaft zu bieten hat, sagen wir aus Erfahrung – und mit Überzeugung:

Ein gut recherchierter, strategisch strukturierter und sorgfältig aufbereiteter Webtext beinhaltet ganz von allein alle wichtigen Keyword-Kombinationen, die für die Zielgruppe und den entsprechenden Traffic relevant sein werden.

Wenn du dich dennoch lieber auf dein Haupt-Business konzentrieren möchtest, anstatt dich mit SEO-Analysen, Content-Gap-Recherchen und Wortklaubereien auseinanderzusetzen, sende uns gern deine Nachricht direkt über das untenstehende Kontaktformular oder per Mail an info@leonarto.de.

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