SEO Content Creation

SEO für Zero-Click-Searches

Google SERP-Features mit SEO Content optimal nutzen

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Zero-Click-Searches sind Suchanfragen, die von Google direkt in den Suchergebnissen beantwortet werden - in Form sogenannter Google SERP Features. Um trotz der steigenden Zahl an Zero-Click-Searches in Zukunft organischen Traffic für eine Webseite zu generieren, gilt es die Inhalte speziell für diese SERP Features aufzubereiten. Wie das funktionieren kann und wann sich eine Optimierung für Zero-Click-Searches lohnt, haben wir hier zusammengefasst.

Juli 5, 2021

SEO

Written by Carina D. Bukenberger

Rhetorik M.A.

1. Warum müssen Webseiten für Zero-Click-Searches optimiert werden?

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Schon seit vielen Jahren arbeitet Google daran, die Search Engine Result Pages (SERPs) so zu gestalten, dass die Nutzenden mit geringstmöglichem Aufwand an die gesuchte Information gelangen können. Das bedeutet: Die gesuchte Info wird inzwischen häufig direkt oben in den SERPs angezeigt – in Form von sogenannten Google SERP Features wie Featured Snippet Boxes, Knowledge Panels und anderen Info-Formaten. Auf diese Weise ist in vielen Fällen kein Klick auf ein Suchergebnis mehr nötig, um eine bestimmte Information zu gewinnen.

Das bietet bei der Suche nicht nur ein deutliches Plus an Komfort, sondern ermöglicht es der Suchmaschine gleichzeitig, die Suchenden noch länger im Google-Universum zu halten. Während jedoch diese beiden Parteien von der Entwicklung enorm profitieren, gucken einige Webseiten-Inhaber:innen mittlerweile eher überrascht aus der Wäsche. Denn:

Webseiten, die in der Vergangenheit über simple Suchanfragen gewaltigen Traffic generieren konnten, sind durch die Zunahme von Zero-Click-Searches in den SERPs abgerutscht.

Das kann für Unternehmen jeder Größenordnung zu einem existenziellen Problem werden: Wer über Google nicht gefunden wird, findet im Internet quasi nicht mehr statt und verliert damit enorm an branchenspezifischer Relevanz. Wie ein solcher Sichtbarkeitsverlust durch gezielte Content-Optimierungen für SERP-Features verhindert werden kann, klären wir jetzt.

2. Wie werden Inhalte für Google SERP-Features und Zero-Click-Searches optimiert?

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      • Headlines als Fragen formulieren. Insbesondere H2-Überschriften im oberen Bereich der Webseite werden von Google bei entsprechender Optimierung gern für SERP-Features herangezogen.
      • Einfache Antworten liefern. Ziel sollte es sein, die in der Headline gestellte Frage in maximal zwei leicht verständlich formulierten Sätzen direkt darunter zu beantworten.
      • Bullet Points nutzen. Dabei sollten die wichtigsten Antworten oben gelistet sein. Denn: Die Liste wird im SERP-Feature meist gekürzt abgebildet, sodass die Suchenden bei Interesse geneigt sind, die Webseite zu besuchen, um Zugriff auf die gesamte Liste zu erhalten. Selbiges gilt für die Optimierung von Tabellen.

Werden diese Tipps befolgt, ist es deutlich wahrscheinlicher, dass eine Webseite von Google für die Beantwortung einer Zero-Click-Search herangezogen wird. Und sobald dies für Keywords mit vergleichsweise hohem Suchvolumen gelingt, kann dadurch die Reichweite der Webseite wieder enorm gesteigert werden. Denn: Schafft es ein Unternehmen, für eine Suchanfrage beispielsweise mit einem Rich Snippet in den SERPs präsent zu sein, so gilt dies als entscheidender Qualitätsindikator und die Sichtbarkeit der Domain steigt für die jeweilige Suchanfrage bei Google enorm an.

Für die SEO Content-Praxis bedeutet das, dass wir weiterhin den Fokus auf eine zielgruppenorientierte und leicht verständliche Aufbereitung komplexer Inhalte legen. Ebenfalls wichtig bleibt 2021 die Optimierung für Voice- und Mobile Searches, um Menschen, die ihre Suchanfragen von einem mobilen Endgerät aus tätigen, ein besonders angenehmes Nutzerlebnis zu bieten.

TIPP: Die Verbreitung von SERP-Features hängt bei Google sehr stark von der jeweiligen Branche ab. Besonders häufig werden Featured Snippets und Co. beispielsweise im Bereich Medizin und Gesundheit angezeigt. Um bei der Suchmaschinenoptimierung hierfür ein besseres Gespür zu entwickeln, empfiehlt es sich, die Featured Snippets der Konkurrenz einmal genau unter die Lupe zu nehmen.

3. Für welche Google-SERP-Features muss Website-Content optimiert werden, um von Zero-Click-Searches zu profitieren?

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Die Optimierung für Featured Snippet Boxes und Knowledge Panels ist aktuell die beste Möglichkeit, um von Zero-Click-Searches zu profitieren und von Google mit einer Platzierung auf der sogenannten „Position Null“ belohnt zu werden. Oberhalb dieser „Position Null“ werden maximal bezahlte Anzeigen eingeblendet, sodass die Webseite, die diese Position inne hat, zusätzliche Sichtbarkeit gewinnt und bei entsprechend hohen Suchvolumina auch spürbar mehr organischen Traffic für die jeweilige URL erhält.

 

Hier die wichtigsten Google SERP-Features auf einen Blick:

3.1 Die Featured Snippet Box

Featured Snippet Boxes werden mittlerweile bei rund 5% aller Suchanfragen von Google oberhalb der organischen Suchergebnisse angezeigt.

Ein solches Snippet kann aus reinem Textinhalt bestehen, aber auch als Liste, Tabelle, Bild oder Video eingeblendet werden. Hierbei kann es auch vorkommen, dass zu einem Textauszug von Webseite A eine Grafik von Webseite B angezeigt wird, sodass letztendlich Content von unterschiedlichen Quell-Webseiten gemeinsam in der Featured Snippet Box angezeigt wird.

Beispiel einer Featured Snippet Box:

3.2 Das Knowledge Panel

Knowledge Panels werden rechts von den eigentlichen Suchergebnissen angezeigt und umfassen in der Regel sämtliche relevanten Grundinformationen zu wichtigen Themen, Unternehmen, Institutionen oder Personen des öffentlichen Lebens. Für die Bereitstellung dieser Informationen nutzt Google externe Quell-Webseiten, wie beispielsweise Wikipedia.
Auch werden häufig am unteren Ende der Panels Vorschläge zu ähnlichen Themen präsentiert, um die Nutzenden zu animieren, weiter in den entsprechenden Themenbereich einzutauchen und dabei – natürlich – länger im Google-Universum zu bleiben.

Beispiel eines Knowledge Panels:

3.3 Die Direct Answer

Dieses Format ist das einzige, bei dem wir als SEOs tatsächlich keine Chance mehr haben: Bei Direct Answers (auch als Answer Boxes bezeichnet) beantwortet Google die Suchanfrage ganz einfach selbst – meist in Form einfacher Fakten -, ohne dass dafür externe Datenquellen genutzt werden müssen. Stattdessen wird die Information aus der Google-eigenen Wissensdatenbank – dem sogenanntem Google Knowledge Graph – bezogen, in der öffentlich zugängliche Sachinformationen gesammelt werden.

Beispiel einer Direct Answer:

4. Wann lohnt es sich, eine Webseite für Zero-Click-Searches zu optimieren?

Um diese Frage zu beantworten, fragen wir uns doch erstmal: Woher kommt diese Entwicklung und wovon wird sie angetrieben?

Der Hauptgrund, warum die Zahl der Zero-Click-Searches auch 2021 immer weiter steigt, ist: Google möchte, dass die Zahl der Zero-Click-Anfragen immer weiter steigt, um die eigene Bounce Rate zu reduzieren. (Irgendwie beruhigend, dass ein Unternehmen wie Google teilweise mit denselben Problemen kämpft wie wir, oder nicht?) Google präsentiert deshalb fremde Inhalte direkt auf der eigenen Seite, sodass Nutzende länger auf der eigenen Seite verweilen, ohne zu einer anderen Webseite abzuwandern und möglicherweise nicht zurückzukehren.

Neben den Optimierungen von Google selbst sind aber wie immer auch die Suchgewohnheiten der Menschen ein Grund für die aktuellen Veränderungen: Immer häufiger wird via Smartphone gegoogelt oder per Sprachsuche eine bestimmte (tendenziell eher einfache) Information abgefragt.

Entsprechend können wir davon ausgehen, dass diese Entwicklung hin zu noch mehr Zero-Click-Searches auch in Zukunft anhalten wird. Jedoch sind insbesondere komplexe Themenbereiche hiervon deutlich weniger betroffen. Denn allgemein gilt: Umso komplexer die Suchanfrage, desto niedriger die Wahrscheinlichkeit, dass Google diese Anfrage direkt in den SERPs via Rich Snippet und Co. beantwortet. Wer also beispielsweise mit extrem fachspezifischem Content nur eine sehr kleine B2B-Zielgruppe ansprechen möchte, sollte im Vorfeld entsprechende Analysen durchführen, um das Suchverhalten dieser Zielgruppe besser einschätzen zu können.

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